Forscher erklären, wie Wandern unser Gehirn tatsächlich verändert

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Jeder der schon einmal gewandert ist, weiss, wie gut es unserer Seele, unserem Geist und unserem Körper tut. Sich in der freien Natur zu bewegen ist das Beste, was wir für uns tun können. Kürzlich haben aber Forscher herausgefunden, wie wandern unser Gehirn tatsächlich verändern kann.

Wandern gilt als eine der besten Aktivitäten, um die allgemeine Gesundheit zu verbessern. Es kann tatsächlich das Risiko verringern, psychische und physische gesundheitliche Probleme zu entwickeln. Es ist weitaus bekannt, dass körperliche Aktivitäten für unser allgemeines Wohlbefinden von wesentlicher Bedeutung sind. Körperliche Inaktivität wurde nämlich mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht.

Diverse Studien haben gezeigt, dass man durch regelmässige körperliche Betätigung jeglicher Art chronische Krankheiten und auch vorzeitiger Tod vorbeugen kann. Nicht nur unsere Lebensqualität wird dadurch verbessert, sondern auch unsere Gesundheit.

Diese erstaunlichen Dinge könnten passieren wenn du regelmässig wanderst:

  • Hoher Blutdruck könnte sinken
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Besseres psychisches Wohlbefinden und bessere Stimmung
  • Steigerung der Knochendichte
  • Verringerung des Risikos für Herzerkrankungen
  • Bessere Gewichtskontrolle
  • Steigerung der Flexibilität und Koordination
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Weniger Wiederkäuen
  • Kraftvolles Cardio-Training
  • Stärkung der Gesäßmuskulatur, deine Quadrizeps, die Oberschenkel und die Muskeln in den Hüften und den Unterschenkeln
  • Verbesserung der Balance

Zeit in der Natur zu verbringen und einer Aktivität nachgehen verbessert nicht nur unsere Stimmung, sondern hilft uns auch dabei, Angst vorzubeugen und negative Energie zu neutralisieren.

Die National Academy of Sciences veröffentlichte eine Studie, in der festgestellt wurde, dass das Verweilen in der Natur diese negativen, obsessiven Gedanken drastisch reduziert.

Dabei verglichen die Forscher das gemeldete Wiederkäuen von Teilnehmern, die entweder durch eine städtische oder eine natürliche Umgebung gewandert waren. Sie kamen zu dem Entschluss, dass diejenigen, die 90 Minuten in einer natürlichen Umgebung wanderten, ein verringertes Niveau des Wiederkäuens hatten und eine verringerte neuronale Aktivität im subgenuellen präfrontalen Kortex, dem Teil des Gehirns, der im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen steht.

Die Teilnehmer jedoch, die durch die städtische Umgebung wanderten, berichteten nicht über ein vermindertes Wiederkäuen. Darüber hinaus wurde auch festgestellt, dass der ständige Städtewachstum eng mit zunehmenden Fällen von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen verbunden sind.

Von den Psychologen Ruth Ann Atchley und David L. Strayer wurde eine weitere Studie durchgeführt, die zeigte, dass kreative Problemlösungen erheblich verbessert werden können, indem man sich sowohl von der Technologie distanziert als auch wieder mit der Natur verbindet.Es wurde festgestellt, dass Technologie als auch Stadtlärm unser kognitives Denken unglaublich stören, da sie ständig unsere Aufmerksamkeit fordern und uns daran hindern, uns zu konzentrieren.

Genau deshalb ist es unglaublich wichtig für uns, uns manchmal von der Technologie zu trennen und Zeit in der Natur zu verbringen, da es unser allgemeines Wohlbefinden und unsere Gesundheit unterstützt.

Zudem wird auch angenommen, dass wandern ADHS bei Kindern und deren Symptome verbessern kann, einschließlich Schwierigkeiten mit der Impulskontrolle und dem Konzentrieren. In einer von Frances E. Kup und Andrea Faber Taylor durchgeführte Studie bestätigte sich, dass Aktivitäten in der freien Natur die Symptome drastisch reduzieren.

Darüber hinaus schont wandern die Gelenke mehr im Vergleich zu vielen anderen Aktivitäten. Mit einer Stunde wandern verbrennen wir zwischen 400 und 700 Kalorien.

Beginne jetzt mit wandern um die erstaunlichen Vorteile zu geniessen

Quellen:

pnas.org
journals.plos.org
webmd.com

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