Hast du Beinkrämpfe in der Nacht? Hier siehst du warum und wie du es stoppst

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Nächtliche Wadenkrämpfe ist etwas, was viele Menschen erleben. Tatsächlich leiden 6 von 10 Erwachsenen irgendwann im Laufe ihres Lebens daran.

Diese Krämpfe treten meist in den Waden oder in den Füssen auf. Gelegentlich kommt es auch vor, dass sie in den Oberschenkel auftreten. Geweckt werden in der Nacht durch Krämpfe ist ein sehr unangenehmes Gefühl, dass uns schmerzerfüllt bangen lässt, dass sie bald vorbei sind. Wenn wir Glück haben, dauern sie nur wenige Sekunden an, jedoch können sie auch mehrere Minuten andauern. Oft erleben wir danach Muskelkater für den Rest das Tages, oder bis hin zum nächsten Tag. Von diesen unangenehmen Beinkrämpfen können sowohl Männer, als auch Frauen betroffen sind und am häufigsten leiden Erwachsene im Alter von 50 Jahren daran.

Wadenkrämpfe können manchmal auf ein zugrunde liegendes medizinisches Problem hinweisen wie zum Beispiel Arthritis, arterielle Verschlusskrankheit, Lebererkrankungen, Diabetes, neuromuskuläre Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, Hypomagnesiämie, Hypokaliämie und Hypokalzämie. Doch nächtliche Wadenkrämpfe werden manchmal auch verwechselt mit dem Restless-Legs-Syndrom oder in seltenen Fällen können sie auch Nebenwirkungen von Medikamenten wie Östrogen und Naproxen sein. Doch auch das lange Stehen auf Betonböden wie zum Beispiel bei der Arbeit, Überanstrengung der Muskeln im Bein, für längere Zeit sitzen etc können alles auch mögliche Ursachen für Krämpfe sein.

Sowohl nächtliche Wadenkrämpfe, als auch das Restless-Legs-Syndrom (RLS) treten während unseren Schlafstunden auf. Es sollte aber beachtet werden, dass es viele Unterschiede zwischen Wadenkrämpfen in der Nacht und dem Restless-Legs-Syndrom gibt. Hier ein paar Unterschiede:

  • RLS ist eher ein unbehagenes oder kriechendes Gefühl in den Beinen.
  • RLS verursacht keine Schmerzen oder Krämpfe, während es nächtliche Wadenkrämpfe tun.
  • RLS bewirkt, dass der Wunsch die Beine zu bewegen nicht da ist, sondern eher zu Recken erforderlich ist.

Etwas das häufig das Problem ist und einen grossen Unterschied machen könnte ist, genug Wasser zu trinken. Viele Menschen trinken tagsüber so gut wie kein Wasser. Sie stehen am Morgen auf, trinken ihren Kaffee und konsumieren den ganzen Tag koffeinhaltige Getränke. Der Körper wird dadurch permanent entwässert. Diese schlechte Gewohnheit zu ändern macht in vielen Fällen einen sehr grossen Unterschied.

Behandlung und Prävention für nächtliche Wadenkrämpfe

  • Gönn dir vor dem Schlafengehen ein entspannendes, warmes Bad um Muskelverspannungen zu lindern.
  • Beginne mit einfachen Übungen, die du dann regelmässig machst. Zum Beispiel kann die Benutzung eines stationären Fahrrads für ein paar Minuten vor dem Schlafengehen helfen, nächtliche Krämpfe zu verhindern.
  • Dehne deine Beine vor dem Schlafengehen.
  • Wende ein Heizkissen an auf dem betroffenen Bereich.
  • Trinke genug Wasser. Viel Wasser und andere Flüssigkeiten im Laufe des Tages zu trinken können verhindern, dass du dehydrierst. Es kann auch helfen, deine Muskeln leichter zu entspannen. Vor allem bei körperlicher Belastung sollte stets darauf geachtet werden, dass man genug Flüssigkeiten zu sich nimmt.
  • Achte darauf, dass du keinen Mangel an Kalium oder Magnesium hast- Mängel in beiden Mineralien sind verbunden mit Muskelkrämpfen.
  • Versuche eine Akupunktur-Behandlung um enge Beinmuskeln zu lockern.

Trage bequeme Schuhe. Das Tragen von richtigen Schuhen kann helfen, Beinkrämpfe zu verhindern.

Quellen:
clevelandclinic.org
emedicine.medscape.com
mayoclinic.org
mountsinai.org
healthguidance.org

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